PAF feiert Frauen in Tech
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PAF feiert Frauen in Tech

PAF’s Frauenanteil liegt derzeit bei rund 50%

Autor: Hannah König, Marketing Assistant bei der PAF

Frauen sind in der IT- und Digitalbranche immer noch stark unterrepräsentiert. In den USA sind 26 % der Tech-Spezialisten Frauen,, in Deutschland sind es sogar nur 17 %. Auch der Anteil an Frauen, die im Studiengang Informatik eingeschrieben sind, beträgt laut einer Studie von Statista für das Semester 2019/2020 lediglich 19 %. Dieser Gender Gap ist nicht nur in den USA und Deutschland, sondern weltweit Realität. Auf eine weibliche Fachkraft in der Internetbranche kommen derzeit weltweit drei Männer - in Europa sind es sogar fünf.

Anders bei der Process Analytics Factory (PAF): Derzeit liegt der Frauenanteil bei rund 50 %.

Anlässlich des internationalen Women History Month möchten wir einigen spannenden und inspirierenden Frauen bei der PAF die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und von ihren Erfahrungen in der Tech-Branche zu berichten.

Swathi, Director Solution Engineering

Swathi machte ihren Master in Bauingenieurwesen in Stanford. Insbesondere Erdbeben- und Katastrophenmodellierung haben sie dazu gebracht, tiefer in die Welt der Statistik und Datenanalyse einzutauchen und bei der PAF als Datenanalystin einzusteigen. Mittlerweile trägt sie den Titel Director Solution Engineering und leitet ein Team von Solution Engineers, die den Kunden von PAF den Wert von Process Mining vermitteln.

Der Gender Gap ist Swathi schon während ihres Studiums aufgefallen, da die MINT Fächer immer noch eine der am wenigsten populären Wahlmöglichkeiten für Frauen darstellen. Persönlich ist sie der Meinung, dass die Leidenschaft für ein bestimmtes Berufsfeld nicht stereotypisiert werden sollte. Ihr Rat an alle Frauen, sowohl in der Tech-Branche als auch die, die sich dafür interessieren: “Embrace technology” und seid offen für das, was die Technik bieten kann. Habt nicht das Gefühl, dass ihr eure Auswahl einschränken müsst - seien es die Kurse, die ihr belegt, oder die verschiedenen Branchen, die ihr erkundet. Es kann einem nur neue Türen öffnen, anstatt einen Weg zu verbauen - auf diese Weise kann man seinen eigenen, einzigartigen Karriereweg gestalten.

Susanne, Director Data Engineering

“Man kann alles lernen, egal welches Geschlecht man hat!”

Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Mathematik stieg 2018 als Datenanalystin bei der PAF ein. Ihren Weg in die Tech-Branche fand Susanne durch ihr Interesse an Daten und Prozessanalysen, welche schon in ihrer Dissertation einen hohen Stellenwert einnahmen. Mittlerweile trägt sie den Titel Director Data Engineering und ist mit ihrem Team verantwortlich für die Implementierung sowie den erfolgreichen Einsatz von PAFnow bei Endkunden.

Susanne berichtet, dass ihr der Gender Gap vor allem im Kontakt mit Kunden auffällt. Es kommt häufiger vor, dass sie bei Kundenterminen die einzige Frau am Tisch ist. Den Grund für den Gender Gap sieht Susanne schon früh in der Erziehung, durch welche sich Frauen grundsätzlich als schlechter im Umgang mit Zahlen und Technik einschätzen. Ihr Rat an Frauen, die eine Karriere in der Tech-Industrie anstreben? Zweifel vergessen und einfach machen, was einem Spaß macht. Man kann alles lernen, egal welches Geschlecht man hat!

Katharina, PR Manager

“Dass man etwas nicht kann, weiß man erst, wenn man es ausprobiert hat.”

Während ihres Masterstudiums in Journalismus und Medienkommunikation stieß Katharina 2018 zunächst als Werkstudentin für Übersetzungen zur PAF. Mittlerweile ist sie PR-Managerin und verantwortlich für die Koordination und Erstellung sämtlicher Textinhalte bei der PAF.

Bereits in ihrem Studium zog es Katharina in Richtung Wissenschaftsjournalismus. In dem Feld hat man es als Frau teilweise nicht so leicht, weil man mit Vorurteilen wie “Frauen können ja auch die Berichte für Modemessen schreiben” zu kämpfen hat. Katharinas Rat an Frauen, die über eine Karriere in der Tech-Industrie nachdenken, ist daher, sich ein dickes Fell zuzulegen, sich nicht von Kommentaren unterkriegen zu lassen und sich vor allem gegenseitig zu unterstützen.

Vivian, Sales Manager DACH

“Es sind die gelebten Vorbilder, die den Frauen den Weg ebnen”

Nach dem Vivian einige Jahre als Rechtsanwältin und Unternehmensjuristin gearbeitet hat, zog es die Volljuristin durch ihre Affinität zum Vertrieb und einen Freundeskreis in der IT-Branche vor 8 Jahren in den Softwarevertrieb. Seit Oktober 2020 ist sie als Sales Managerin für die DACH-Region bei der PAF.

In der männerdominierten Branche kann es schon mal vorkommen, dass Frauen bei Bewerbungsgesprächen nach ihrer Familienplanung gefragt werden und deswegen trotz vorhandener Qualifikationen durch das Raster der Stellenausschreibung fallen. Dabei haben gerade Mütter häufig ein sehr gutes Zeitmanagement (hard skills), Einfühlungsvermögen (soft skills) und Verantwortungsgefühl für das gesamte Team. Weiterhin ist es extrem wichtig, dass Kinder schon im frühen Alter lernen, dass Mütter eben nicht nur fürs Waschen und Kochen zuständig sind, sondern auch Vollzeit arbeiten gehen können. Vivians Rat? Frauen sollten sich viel mehr trauen. Wenn man bei einem Unternehmen nicht genommen wird, bewirbt man sich beim Wettbewerber und sorgt dafür, dass sie sich im Nachhinein über die Absage ärgern.

Annette, Business Development Manager Sales

“Vorbilder sorgen dafür, dass sich Männer und Frauen Welten Stück für Stück annähern”

Nachdem Annette viele Jahre im internationalen Vertrieb für ein Industrieunternehmen tätig war, stieg die Industriekauffrau Ende 2019 als Business Developement Managerin Sales international bei der PAF ein. Ihre Beweggründe waren mitunter ihr Interesse an (neuen) Technologien sowie ihre Erfahrung mit Prozessverbesserungen bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber.

Im Vergleich zu Männern müssen Frauen ihre Qualifikationen häufiger unter Beweis stellen. Annette würde jungen Frauen daher raten, sich einen Beruf bzw. Branche zu suchen, der sie wirklich interessiert. So fällt es leichter, sich gut vorzubereiten, seinen Standpunkt klar zu vertreten und dadurch Professionalität auszustrahlen. Als Positivbeispiel ist Angela Merkel zu nennen, die sich als starke Frau zwischen den meist männlichen Regierungschefs und Staatsoberhäuptern behauptet. Vorbilder wie Angela Merkel sorgen dafür, dass Stück für Stück eine Annäherung von getrennten Frauen- und Männer-Welten hin zu einer gemeinsamen Welt stattfindet.

Deborah, Head of Strategic Alliances

“Es lohnt sich dafür zu kämpfen”

Nach Abschluss ihres Masterstudiums in Business Administration durchlief Deborah zahlreiche Stationen als Partner/ Allianzen Managerin in der IT-Branche u. a. SAS, Oracle bevor sie letztes Jahr als Head of Strategic Alliances bei der PAF einstieg.

Gerade zu Beginn der Karriere wird man als Frau in der Branche häufig nicht ernst genommen; faktenbasiert und mit kühlem Kopf zu agieren ist der erste Schritt, das eigene Können unter Beweis zu stellen. Leider müssen Frauen sich immer etwas mehr beweisen als ihre männlichen Kollegen. Mit verbindlichem Auftreten und hoher Arbeitsqualität kann man sich entsprechend eine “personal brand” und Reputation erarbeiten. Glücklicherweise können wir uns als Frauen auch etwas auf unsere weibliche Intuition verlassen, die uns in manchen Situationen den richtigen Weg weisen kann. Es gibt sicher auch Situationen, in denen man nicht weiterweiß, hier kann es, helfen auf eine/n Mentor/in oder andere Kontakte aus verschiedenen Gruppen, Meetups oder auch aus dem eigenen Netzwerk zurückzugreifen und zu lernen. Letzten Endes lohnt es sich, für den eigenen Erfolg zu kämpfen, auch wenn man ab und zu durch das Verhalten verschiedener Personen entmutigt wird.

Melanie, Product Manager

“Schafft euch ein Netzwerk mit Gleichgesinnten und unterstützt euch.”

Melanie stieß während ihres Masterstudiums in Wirtschaftsinformatik als Werkstudentin zur PAF. Nach Abgabe ihrer Masterarbeit ist sie seit Januar 2020 als Product Managerin verantwortlich für das Produkt und seine Weiterentwicklung sowie zeitliche und inhaltliche Organisation vom Entwicklerteam. Ihr Interesse an der Tech-Branche wurde durch frühen Zugang zu Computern und technischen Gadgets in ihrer Kindheit sowie ihre Informatiklehrerin in der Oberstufe geweckt.

Melanie berichtet, dass man als Frau in der Tech-Branche definitiv härter arbeiten muss, um die gleiche Anerkennung für seine Leistung zu bekommen. Außerdem sieht man sich viel häufiger mit (unbewusstem) Sexismus konfrontiert. Umso wichtiger ist es, sich nicht davon abhalten zu lassen. Gerade im digitalen Zeitalter ist es einfacher als nie zuvor, sich Lernmaterialien zu besorgen oder an Kursen teilzunehmen, um sich alle nötigen Kompetenzen anzueignen; auch bei einem späteren Start. Ihr Rat: Ein Netzwerk schaffen. Das kann helfen, einige der Nachteile, denen man sich als Frau in der IT konfrontiert sieht, auszugleichen. Auf LinkedIn, Xing oder Meetup gibt es Gruppen mit Inspirationen, Weiterbildungs- und Jobangeboten speziell für Frauen.

Möchtest Du noch mehr über Frauen in der Tech-Branche erfahren oder suchst nach Möglichkeiten dich auszutauschen? Hier sind ein paar Beispiele der zahlreichen Angebote auf LinkedIn, Xing oder Meetup:

#SheTransformsIT | LinkedIn

WOMEN IN TECH - Global Movement | LinkedIn

Women in Tech Club | Meetup

Women in Tech Creating Careers + Lives We Love | Meetup