Vielfältige Einsatzbereiche für Process Mining in der Praxis

Darmstadt, 13.03.2019 – Welche vielfältigen Einsatzbereiche bieten sich für Process Mining in der Praxis? – Ein bedeutender Use Case ergibt sich zum Beispiel zu „Meter-to-Cash“-Prozessen im Energiebereich. „Meter-to-Cash“ ist ein vermeintlicher Standardprozess. Dieser bietet Unternehmen zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten in Form von Kosten- und Effizienzeinsparungen.

Bei den AprilTalks 2019 am 28.03. präsentiert Julia März, Senior Managerin und Prokuristin bei PwC, diesen und weitere wesentliche Einsatzbereiche für Process Mining. Zudem stellt sie bisherige Markterfahrungen aus Sicht von PwC vor. Julia März ist seit 10 Jahren bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers tätig. Derzeit verantwortet sie als Senior Managerin bei Risk Assurance Solutions digitale Lösungen. Dabei betreut sie beispielsweise „Data Analytics“ und „Process Mining“ in vielfältigen Einsatzbereichen und unterschiedlichen Branchen. Wir haben mit Julia März über Process Mining gesprochen.

PAF: Frau März, PwC engagiert sich stark im Bereich Process Mining. Was war ausschlaggebend, sich intensiver mit dieser Disziplin zu beschäftigen?

Julia März: Process Mining ist für uns eine Technologie mit der man sehr schnell für maximale Transparenz in den Prozessen sorgen und Schwachstellen identifizieren kann. Wir nutzen Process Mining sowohl als Analysewerkzeug in Optimierungsprojekten als auch um unseren Kunden eine Monitoring-Lösung zur Verfügung zu stellen.

PAF: In welchen Anwendungsbereichen haben Sie sich von Process Mining den größten Nutzen versprochen? Welches Einsatzszenario war für Sie neu oder am spannendsten?

Julia März: Es gibt für uns viele Anwendungsbereiche, für die wir Process Mining aktuell nutzen. Klassisch natürlich für die Prozesstransparenz oder -dokumentation. Darüber hinaus aber auch im Rahmen der Dienstleisterüberwachung oder als Vorbereitung für einen Roboter/Bot-Einsatz sowie für eine SAP HANA Umstellung. Das größte Anwendungsgebiet ist aktuell sicher das kontinuierliche Prozess Monitoring im Fachbereich.

PAF: Sie verfügen über viel Projekt- und Praxiserfahrung. Welchen Tipp würden Sie jemandem geben, der die Möglichkeiten von Process Mining zum ersten Mal evaluieren möchte? Vor welchen Fehlern würden Sie ihn gerne bewahren wollen?

Julia März: Man sollte die richtigen Mitarbeiter (IT und Fachbereich) in ein Projekt involvieren. Zudem sollte ein geeigneter Prozess für einen Piloten ausgewählt werden, mit dem am Ende ein echter Business Case kalkuliert  und realisiert werden kann. Das Pilotprojekt wird oftmals unterschätzt und deshalb sehr rudimentär angegangen. Zum Beispiel indem keine individuellen Dashboards und Kennzahlen aufgebaut werden, keine Prozesstiefe erreicht wird und entscheidende Fragen auf später verschoben werden (Datenschutz, Datenbeschaffung, etc.). Darüber hinaus sollte die Process Mining Software in die bestehende Architektur eingebettet werden. Dies ist wichtig, um den Mitarbeitern nicht mehrere Werkzeuge an die Hand zu geben.

PAF: Welche Entwicklungen erwarten Sie rund um Process Mining und angrenzende Disziplinen wie Robotic Process Automation, Business Intelligence und KI?

Julia März: Für uns ist Process Mining ein super Startpunkt an den sich vertiefende Analytics mit KI-Komponenten ebenso wie Robotics Process Automation anschließen. Es ist ein Muss diese Technologien miteinander zu verknüpfen, um nachhaltig Prozessoptimierungen erzielen zu können und konkurrenzfähig zu bleiben. Process Mining erleichtert den Einstieg in die digitalen Themen. Dies ist ein großer Pluspunkt. Wir freuen uns auf die weiteren Entwicklungen.

PAF: Frau März, wir danken Ihnen für das Gespräch! Dies sind sehr informative Einblicke in Ihre Arbeit bei PwC sowie im Umfeld von Process Mining!
Über PwC

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AprilTalks 2019

Wir bei der PAF freuen uns bereits auf dem Vortrag von Frau März. Geht es Dir ähnlich? Dann registriere Dich für die AprilTalks und lasse Dich von Frau März Vortrag „Process Mining @PwC – vielfältige Einsatzbereiche in der Praxis“ inspirieren! Sie wird praxisbezogen auf die Themen eingehen, die in diesem Interview angesprochen wurden.